Lesung
紺屋の白袴
Kōya no shirobakama
Bedeutung
Der Färber trägt weiße Hosen.
Erklärung
Dieses Sprichwort beschreibt eine Situation, in der ein Fachmann oder Spezialist so sehr damit beschäftigt ist, seine Fähigkeiten für andere einzusetzen, dass er keine Zeit oder Muße findet, sich um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Ein Färber, der den ganzen Tag Stoffe für Kunden färbt, trägt selbst schlichte, ungefärbte weiße Kleidung, weil er für die eigene Garderobe keine Zeit aufwendet. Es entspricht im Deutschen etwa der Redewendung „Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe“.
Zusatzinfo
Anmerkung: Der Begriff „Kōya“ bezeichnet einen Färbereibetrieb. Obwohl sie Experten im Färben sind, tragen sie selbst weiße Hakama, da sie zu beschäftigt sind. In den Erläuterungen wird erwähnt, dass „Kōya“ auch als „Kon-ya“ und „Shirobakama“ auch als „Shirabakama“ gelesen werden kann.
Synonym: 医者の不養生 (Isha no fuyōjō) – „Die Vernachlässigung der eigenen Gesundheit durch den Arzt“.
Vokabeln
- 紺屋 [kōya]: „Färber / Färberei“
- の [no]: „Genitiv-Partikel (besitzanzeigend)“
- 白袴 [shirobakama]: „weiße Hakama (traditioneller japanischer Hosenrock)“
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