泣く子と地頭には勝てぬ

Lesung

泣く子と地頭には勝てぬ
Naku ko to jitō ni wa katenu

Bedeutung

Gegen weinende Kinder und die Obrigkeit kann man nicht gewinnen.

Erklärung

Dieses klassische japanische Sprichwort drückt aus, dass es im Leben Situationen gibt, in denen jegliche Logik oder Gegenwehr zwecklos ist. Ein kleines, weinendes Kind lässt sich durch rationale Argumente nicht umstimmen – man muss ihm schließlich nachgeben. Ebenso verhielt es sich im feudalzeitlichen Japan mit den „Jitō“ (Gutsverwaltern), die willkürlich Steuern eintreiben durften und gegen deren Macht der einfache Bürger keinerlei rechtliche Handhabe besaß. Das Sprichwort mahnt pragmatisch dazu, in manchen Situationen einzusehen, dass Widerstand zwecklos ist.

Zusatzinfo

Erklärung auf dem Kalenderblatt: 「ききわけのない子どもや横暴な権力者の無理には従うほかはない。」 (Gegenüber unvernünftigen Kindern oder den unberechtigten Forderungen tyrannischer Machthaber bleibt einem nichts anderes übrig, als sich zu fügen.)
Anmerkung (注釈): 「地頭」は税金を徴収する役人。 (Der Begriff „Jitō“ bezeichnet Beamte, die Steuern eintrieben.)

Vokabeln

  • 泣く子 [naku ko]: „weinendes Kind“
  • 地頭 [jitō]: „feudaler Gutsverwalter / Steuereintreiber im mittelalterlichen Japan“
  • 勝つ [katsu]: „siegen, gewinnen“
  • 勝てぬ [katenu]: „nicht besiegen können (klassische verneinte Potenzialform)“

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