Japanische Musik: Yui, Ayumi Hamasaki, Ego Wrappin‘ und mehr…

Für manche klingt japanische Musik vielleicht sehr fremd oder unverständlich. Bis man an einen Punkt gelangt, daß man den Texten beim Zuhören folgen kann, ist noch viel Arbeit notwendig. Aber es kann nicht schaden, die Ohren schonmal früh für die ungewohnten Klänge zu schulen. Früher oder später hat man die ersten Erfolgserlebnisse und kann sich darüber freuen, hier einen Titel, dort ein paar Worte aus dem Refrain und ein anderes Mal vielleicht sogar eine ganze Textzeile zu verstehen. Außerdem bietet die japanische Musik oft eine willkommene Abwechslung, besondert, wenn man der Musik überdrüssig ist, mit der man hier im Radio und Fernsehen überschüttet wird. Im folgenden möchte ich Euch ein paar Bands vorstellen, die mir besonders gut gefallen und sich hervorragend eignen, sich seine tägliche Dosis Japanisch auf die Ohren zu holen… ^^
(Alle Bilder sind verlinkt, damit Ihr gleich einen akkustischen Eindruck im Onlineradio bekommt.)



Die erste, die ich vorstellen möchte, ist YUI. Sie ist eine Künstlerin, die wunderschöne Lieder macht, die zwischen Singer/Songwriter und JPop einzuordnen sind. Ihr Japanisch ist sehr klar, und bei so Titeln wie NAMIDAIRO schafft man es schon bald, ein paar Zeilen zu verstehen. Ihre Musik ist ruhig, manchmal melancholisch oder verträumt, oder lädt einfach zum entspannen ein. Dazwischen hat sie auch fröhliche Lieder im Sortiment, die einfach für gute Laune sorgen, wie zum Beispiel „Cherry“, den ich hier für Euch rausgesucht habe:






Als nächstes die wohl bekannteste Vertreterin des JPop: Hamasaki Ayumi. Mit ihren Konzerten füllt sie riesige Hallen, und als sie 2008 ihre Single-Collection auf 3 CDs plus DVD veröffentlichte, waren Ihre Plakate lange auf den Anzeigetafeln über Shibuya zu sehen. Ihre Musik ist größtenteils typisch poppig, manchmal finden sich aber auch Einflüsse aus verschiedenen anderen Stilrichtungen darin. Mal fühlt man sich auf einen ägyptischen Basar mit Bauchtanz versetzt, dann wieder entdeckt man überraschend rockige Lieder dazwischen. Das Spektrum ihrer Musik ist zwar breit, aber wie gesagt, die meisten ihrer Songs sind klassische JPop-Kost. Wie auch bei Yui ist ihre Aussprache beim Singen sehr klar, und ich bin überzeugt, es schult mit Sicherheit das Gehör, wenn man sich öfters ihre Lieder anhöre.






Ein weiterer Japanischer Künstler ist AKEBOSHI aus Yokohama. Seine Musik ist teils schwermütig und melancholisch, aber immer wunderschön. Meistens singt er auf Japanisch, einige Lieder sind allerdings auf Englisch. In seiner Musik liegt eine ruhige Kraft, die zum Entspannen und Träumen einlädt. Aufmerksam geworden bin ich auf diesen Sänger, da er das End-Theme der ersten Naruto-Staffel geschrieben hat, welches den Titel WIND trägt und mich sofort in seinen Bann gezogen hat.





Als nächstes verlasse ich kurz die Welt des JPop, um auch noch etwas für diejenigen anzubieten, die statt JPop lieber etwas härtere Musik bevorzugen. Eine Band, die mich auch beim ersten Kontakt sofort fasziniert hat, ist ABINGDON BOYS SCHOOL. Sie sind eindeutige Vertreter des JRock. Auf den ersten Blick ist es vielleicht schwer, diese Band ernst zu nehmen: ein paar Jungs, die in Schuluniformen und mit dicker Hornbrille einen auf „Rocker“ zu machen. Aber nach den ersten paar Takten merkt man, daß die vier ihr Handwerk verstehen. Die Musik hat mitreißende Rhythmen und packt einen schnell mit ihrem Druck. Zwei Lieder, die mir auf Anhieb gefallen haben, sind HOWLING und INNOCENT SORROW. Hier eine kleine Kostprobe:







Zu guter letzt eine Band, die ich das erste Mal bei Freunden in Ôsaka gehört habe: EGO WRAPPIN‘. Hier verlasse ich jetzt das JPop-Genre, und steige tief in die japanische Jazzmusik ein. Innerhalb kürzester Zeit hat sich diese Band zu einer meiner absoluten Favoriten entwickelt. Die Musik ist tiefgründig, aufregend, smooth, … Es gibt viele Adjektive, um die Musik dieser großartigen Band zu beschreiben – „phantastisch“ trifft es dabei wohl einfach am  Besten. Fesselnde Jazz-Klänge, die weder in lästigen „Streß-Jazz“ abdriften, noch langweiliger „Fahrstuhl-Jazz“, der einem im Kaufhaus bereits nach wenigen Minuten auf die Nerven geht. Mein absolutes Lieblingslied gibt es in einer Live-Version auf Youtube zu bewundern, was ich Euch nicht vorenthalten möchte. Allein das Saxophon-Intro jagt einem wohlige Schauer über den ganzen Körper – zumindest bei mir, aber macht Euch einfach selbst ein Bild:


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